Meditation

Bei der Praxis der Meditation geht es nicht vorrangig um die Erfahrung dabei, sondern um die Haltung: mit Zärtlichkeit und Gelassenheit auf das schauen, was ist und den gegenwärtigen Moment voll und ganz annehmen, wie er ist. Nicht werten und innerlich keinen Widerstand leisten schafft einen inneren Raum von Stille und Frieden.

In dieser Stunde hörte Siddharta auf, mit dem Schicksal zu kämpfen,
hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens,
dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das
einverstanden ist mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des
Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit
zugehörig. (Hermann Hesse/Siddharta)

Aus homöopathischer Sicht bedeutet Meditation nicht, sich völlig zurückzuziehen, das Leben draußen zu lassen und sich auf ein Mantra zu konzentrieren. Das wäre Unterdrückung. Tatsächlich ist Meditation achtsames Wahrnehmen unserer inneren Welt, ohne etwas zu tun und ohne irgend etwas abzuwerten oder auszublenden. Man sitzt da und beobachtet einfach nur die Gedanken und Empfindungen, die gerade da sind, ohne ihnen zu folgen, ohne auf sie zu reagieren, ohne ihnen Energie zu geben. Es ist reine Beobachtung.

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